Rimbach im Odenwald
Geschichtliches zu Rimbach (1 / 2)
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Die Gemeinde Rimbach liegt im Weschnitztal als Teil des Naturraums Vorderer Odenwald, welcher Teil des Naturparks Bergstraße-Odenwald ist. Charakteristisch für den Odenwald sind die zahlreichen Quellbereiche und Fließgewässer mit natürlichem Gewässerlauf und ausgeprägtem Gehölzsaum sowie die zahlreichen Streuobstwiesen.

Der Odenwald stellte sich ursprünglich als unwegsames, schwer zu durchdringendes Waldgebiet dar. Die wenig fruchtbaren Böden und die höheren Niederschläge boten für eine frühgeschichtliche Besiedlung schlechte Voraussetzungen.

Ausgehend von den siedlungsgünstigen Räumen der Bergstraße und des Reinheimer Hügellandes wurde der Odenwald erstmals durch die Römer erschlossen. Zum dauerhaften Siedlungsgebiet wurde der Odenwald durch die fränkische Landnahme im 5. Jahrhundert n.Chr.

Die Besiedlung erfolgte entlang der Fließgewässer. Die Bachauen boten fruchtbare Schwemmböden für ertragreiche Wiesen und die Hänge wurden nach und nach für den Ackerbau gerodet. Geschlossene Wälder verblieben in den Hochlagen. Die wichtigsten Siedlungsformen des Vorderen Odenwaldes sind Haufendörfer (z.B. Rimbach) und Straßendörfer (z.B. Zotzenbach) entlang der Bachläufe. In den kleinen Tälern entstanden meist nur Streusiedlungen und Weiler (z.B. Münschbach).

 

Verzeichnis der Schultheißen und Bürgermeister
von Rimbach i. Odw.


Schultheiß Valentin Mülgässer,
wohl ein Sohn des Pfarrers Mühlgässer (ab 1544 Pfarrer in Rimbach), stellt zusammen mit Pfarrer Laurentius Neideck die Kirchenbaurechnung von 1589/90.

Schultheiß Hans Jakob Wecht,
zahlt lt. Rimbacher Kirchenrechnung 1632/33, an die Kirche 30 fl. Kapital mit 1/2 fl. Zinsen.

Schultheiß Hans Georg Wecht,
ist in der Kirchenrechnung für 1677/78, sowie im Protokoll über die Kirchenvisitation von 1688 genannt.

Schultheiß Johann Andreßen,
Jetzt vernichtete Erbacher Akten anno 1681 führten die Aufschrift:
"Des alten Schultheißen Johann Andreßen Frau Margarethen Apostasierung betr." Seine Amtszeit müsste danach zwischen der des Hans Jakob Wecht und der des Hans Georg Wecht liegen.

Schultheiß Johann Adam Schäfer,
auch er wird in Erbacher Akten von 1706 - 1764 erwähnt.

Schultheiß Johann Michael Eckert (oder Eckart),
amtierte nach einem Register des Staatsarchivs über Akten des Amtsgerichts Fürth im Jahre 1735; er ist auch im Schatzungsbuch von 1730 aufgeführt. Nach der Kirchenrechnung von 1758, erhielt er 1 fl. 28 kr. für einen Augenscheintermin. Eckert oder Eckart, dient dem Schriftsteller Georg Schäfer in seinem Buch "Die Falschmünzer im Weschnitztale oder die silbernen Glocken von Mörlenbach" als Vorbild für den Schultheißen Eberhard.

Schultheiß Johann Nikolaus Helfrich,
in Lützel Rimbach, erscheint in Kirchenrechnungen von 1762 - 1797. Das bei Eckart erwähnte Register benennt den Schultheißen Helfrich für die Jahre 1761 - 1794.

Schultheiß Trautmann,
wird in dem erwähnten Register für das Jahr 1800 verzeichnet. Er erhielt ab 24. August 1822 jährlich 97 fl. 7 kr. Ruhegehalt aus der Gemeindekasse. Lt. einem Überlieferungsprotokoll bei den Gemeindeakten wurden die Akten am 28. August 1822 an Bürgermeister Bickel übergeben.
Schultheiß Trautmann starb am 28. Oktober 1831.

Bürgermeister Nikolaus Bickel ab 28. August 1822 bis 1836

Bürgermeistereiverwalter Trautmann 1836

Bürgermeister Geist 1837 - 1843

Bürgermeister Ludwig Rettig 1843 - 1852

Bürgermeister Nikolaus Trautmann III.
Land- und Gastwirt, geboren 1819
18.11.1852 - 1886, wiedergewählt 1874 und 1883.

Bürgermeister Jakob Trautmann III. 1886 - 1913

Bürgermeister Heinrich Schäfer Herbst 1913 - April 1933

Bürgermeister Peter Treusch I.
kommissarisch ab 27.4.1933, dekretlich ab 7.2.1934, hauptamtlich ab 1937, gestorben 6.9.1944

Beigeordneter Adam Dörr 8.
führte die Geschäfte bereits vor dem Tod von Bürgermeister Treusch und blieb im Amt bis Mai 1945

Bürgermeister Ludwig Nikolaus Spilger
Mai 1945 bis 31. März 1946

Bürgermeister Adam Schmitt 19.
Mitglied des Hess. Landtages
ab 1. April 1946 - 30. Juni 1971

Bürgermeister Georg Adam Schmitt ab 1.7.1971 bis 31.3.1982

1. Beigeordneter Jakob Walter Schmitt
Er führte die Amtsgeschäfte ab der Krankheit von Bürgermeister Schmitt vom 1.5.1981 bis 31.7.1982

Bürgermeister Erich Nauth ab 1.08.1982 bis 31.07.1994

Bürgermeister Hans-Jürgen Pfeifer ab 1.8.1994

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