| Streuobst-Lehrpfad
Albersbach |
Infoblatt

Kartengrundlage: Topographische Karte 1 : 25.000 (TK 25)
Mit Genehmigung des Hessischen Landesamtes für
Bodenmanagement und Geoinformation vervielfältigt.
Vervielfältigungsnummer 2005-1-15
Durch einen Beitrag
in der Fachzeitschrift „Obst und Garten“ angeregt,
entstand im Winter 1990/91 die Idee für einen Obst-Lehrpfad in
Albersbach. Das führte am 14.02.1991 zu einem Antrag des Obst-
und Gartenbauvereins Albersbach an die Gemeinde Rimbach mit der Bitte
um finanzielle Unterstützung.
Der Gemeindevorstand begrüßte diese Initiative und beschloss
am 18. März 1991 die Errichtung des Lehrpfades in Albersbach.
Im April 1991 besuchte das „Organisationsteam“ (Heinrich
Altendorf, Walter Rothermel, Marion Jöst) einen Lehrpfad in Nussloch,
welcher im Rahmen der Flurbereinigung angelegt worden war. Seine Holzschilder
wurden Vorbild für den Albersbacher Lehrpfad. Als Vorlage für
den Textaufbau diente die Beschilderung des Lehrpfades in Denkingen-Spaichingen.
Gespräche beim Grafiker Engster in Schriesheim erfolgten im September
1991. Anzahl und Formate der Schilder wurden festgelegt in Abstimmung
mit dem Naturpark Bergstraße-Odenwald (Geschäftsführer
Werner Groß), der sich finanziell beteiligte. Ortskundige Mitglieder
des Obst-und Gartenbauvereins einigten sich im Herbst 1991 auf die
Route des Lehrpfades und bestimmten die Obst-Sorten entlang dieser
Wegstrecke.
Im Winter 1991/92 erfolgte die Beschriftung der Schilder durch Grafiker
Engstner und im Frühjahr / Sommer 1992 bemalte sie Ruth Wallewein,
die dabei eine hohe künstlerische Begabung bewies.
Im zeitigen Frühjahr 1993 wurden die Schilder aufgestellt, und
am 21.05.1993 erfolgte die festliche Einweihung des Lehrpfades mit
Behördenvertretern und vielen Interessierten.Zur Einweihung spendete
die Gemeinde Rimbach einen Speierling, der am Wasserhochbehälter
seinen Platz fand.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Lehrpfad 19 Hinweistafeln zu den Themen:
| - Goldparmäne |
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- Schweizer
Wasserbirne |
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| - Hauszwetschge |
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- Bosc´s
Flaschenbirne |
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| - Bohnapfel |
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- Clapps Liebling |
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| - Prinzenapfel |
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- Schwarzer
Holunder |
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| - Oldenburg |
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- Gartenrotschwanz |
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| - Boskoop |
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- Schattenmorelle |
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| - Schlehe |
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- Wendehals |
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| - Walnuss |
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- Meisen,
Kleiber, Trauerschnäpper |
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| - Steinkauz |
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- Lebensraum
Streuobstwiese |
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| - Obst als Kulturbegleiter des Menschen |
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Die passenden
Nistkästen wurden dabei vom örtlichen
Vogelschutzverein angefertigt und gespendet.
Im Herbst 1995 kam es zu einer Erweiterung des Lehrpfades um 3 Hinweistafeln
| - Mollebusch |
- Speierling |
- Fledermäuse |
So erreichte der Lehrpfad die beachtliche Tafelanzahl von 22.
Fachleute des Reichelsheimer
Amtes für Regionalentwicklung, Landschaftspflege
und Landwirtschaft (ARLL) besuchten im August 1998 den Lehrpfad in
der Absicht, ihn als Vorbild für einen weiteren Lehrpfad zu nehmen,
der in Folge im Hinteren Odenwald errichtet wurde.
Mit der Pflanzung eines „Jakob-Fischer“-Apfelbaumes im
Januar 1999 (ausgewählt als Streuobstsorte 1998) durch die Gemeinde
Rimbach erweiterte sich die Sortenvielfalt des Lehrpfades in Albersbach.
Witterungseinflüsse beschädigten viele Lehrtafeln. Sie wurden
im Winter 1998 /99 in Eigenleistung durch den Albersbacher Obst- und
Gartenbauverein renoviert. Überlegungen zu weiteren Ergänzungen
mit Themenschildern wurden aufgegeben, da die fortschreitende Verwitterung
der Holzschilder in den folgenden Jahren 2001/02 nicht mehr aufgehalten
werden konnte.
Im April 2002 gab es eine große Apfelblütenwanderung rund
um Albersbach mit der Frankfurter Apfelweinkellerei „Possmann“.
Lob und Anerkennung über die gut erhaltenen und gepflegten Obstbaumwiesen
waren von allen Seiten zu hören.Vorbereitende Gespräche mit
dem Naturpark Bergstraße-Odenwald - jetzt Geopark - , Vertretern
des Obst- und Gartenbauvereins Albersbach und verschiedenen Büros über
eine völlige Neugestaltung des Obst-Lehrpfades erfolgten im Sommer
2003.
Im Herbst 2003 fiel die Entscheidung für ein neues Design, das
sich an den zukünftigen, neu zu gestaltenden Schildern des Geoparks
orientiert, um eine „corporate identity“ im gesamten Geopark
zu erreichen. Hierbei reduzierte sich die Anzahl der Schilder von 22
auf 16, deren neue Standorte mit dem Obst- und Gartenbauverein festgelegt
wurden.
Am 22. März 2004 wurde der Antrag zur finanziellen Förderung
in Kooperation mit dem Geopark gestellt, dem mit Antwortschreiben die
Investitionsbank Hessen am 10. Mai 2004 eine 50%ige Anteilsfinanzierung
aus EU-Mitteln zusagte.
Ein vom Geopark
beauftragtes Grafikbüro setzte von der Gemeinde Rimbach vorbereitete
Texte und Bilder im Laufe des Sommers 2004 professionell zusammen.
Nach der Neugestaltung erscheint der Obst-Lehrpfad im Sommer 2005 in
einem modernen Design und mit einer inhaltlichen Erweiterung um einige
geologische und kulturhistorische Themen.
Weitere Informationen
erhalten Sie auf der Website des Unesco-
Geoparks Bergstraße-Odenwald
http://www.geo-naturpark.net
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