Gemeinde Rimbach

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72 Stunden Aktion vom 23.5. bis 26.5.2019

Als am Donnerstag um 17:07 der Umschlag in Heppenheim vom alten Rathaus auf die Erde glitt staunten die jungen Leute nicht schlecht, als sie ihren Auftrag lasen.
„Dies ist euer Auftrag: Verbesserung der Erlebbarkeit und des Artenschutzes an der Weschnitz in der Ortslage Rimbach - Viel Erfolg !“

Start in Heppenheim
Start in Heppenheim
Start der 72 Aktion in Heppenheim ....
Start der 72 Aktion in Heppenheim ....
... Umschlagübergabe und Verteilung der Aufgaben
... Umschlagübergabe und Verteilung der Aufgaben

Vor Ort zeigten sich die Aufgaben dann viel konkreter als die Katholischen Jugendgruppen aus Rimbach und Krumbach unter der Anleitung von Florian Schumacher vom Gewässerverband Bergstrasse und Marion Jöst von der Gemeinde Rimbach vom Haywoodplatz der Weschnitz entlang bis zur Martin-Luther-Schule entlang gingen. An vier Stellen hatte der Gewässerverband die Weschnitz renaturiert: die Ufer aufgeweitet, Wasser-Zugänge über Naturtreppen geschaffen und Strömungsstörstellen eingebaut.
Aufgabe der jungen Leute war es nun, an diesen neu gestalteten Weschnitz-Abschnitten Tische und Bänke aufzustellen, Nistkästen für Fledermäuse und Wasseramsel zu zimmern und Uferpflanzen zu setzen.

Herr Rolf Lempp vertrat Bürgermeister Holger Schmitt als Schirmherr, wünschte den Gruppen viel Spaß und Kraft und übergab einen Gutschein.
Ortsansässige Firmen und Geschäfte aus Rimbach und Fürth unterstützten die Aktion mit Sachspenden.

Strömungsstörstelle in der Weschnitz
Strömungsstörstelle in der Weschnitz
Renaturierungsstelle Bismarckparkplatz/Löwenbrücke
Renaturierungsstelle Bismarckparkplatz/Löwenbrücke

Gleich am Freitag Morgen wurden Bretter gesägt, mit dem Erdbohrer Löcher gebohrt und Tische und Bänke am Standort neben dem Martin-Luther Gymnasium aufgestellt. Am Freitag Abend kam Landrat Christian Engelhardt zu Besuch und pflanzte einen „Kalbfleischapfel“- die Geoparksorte-Sorte des Jahres 2019 - eine alte Sorte, die fast ganz verschwunden war und „in letzter Minute“ durch wenige Edelreiser erhalten werden konnte. Ihr Geschmack erinnert an Goldparmäne  und sie wurde früher als wohlschmeckender Tafelapfel gehandelt.
Weitere Baustellen waren am Bismarck-Parkplatz, hinter der Postfiliale und am Haywoodplatz.

Aufstellen der Bänke ...
Aufstellen der Bänke ...
.. an verschiedenen Stellen
.. an verschiedenen Stellen
Pflanzung eines Kalbfleischapfelbaumes mit LAndrat Christian Engelhardt
Pflanzung eines Kalbfleischapfelbaumes mit LAndrat Christian Engelhardt

Interessant war auch die Stunde mit dem Gewässerökologen Rainer Hennings, der aus den Keschern zwei Fischsorten und den amerikanischen Signalkrebs aus der Weschnitz fischte und einiges über das Ökosystem „Fließgewässer“ und die wasserlebenden Einwanderer erzählen konnte.
Immer wieder trafen sich die jungen Menschen am katholischen Heim an der Schlossstraße zu den Esspausen und wurden von netten Mitmenschen mit Kuchen versorgt.
Abschluß war am Sonntagabend beim Grillen am neu geschaffenen Sitzplatz an der Weschnitz-Brücke hinter der Martin-Luther Schule.

Das Motto „uns schickt der Himmel“ passt jedenfalls haargenau auf diese fleißigen Leute, die hier in Rimbach die Welt ein Stückchen besser gemacht haben.

Gewässerökologe Rainer Hennings...
Gewässerökologe Rainer Hennings...
 fing zwei Fischsorten und den amerikanischen Signalkrebs aus der Weschnitz, welche die Jugendlichen dann näher kennenlernen durften.
fing zwei Fischsorten und den amerikanischen Signalkrebs aus der Weschnitz, welche die Jugendlichen dann näher kennenlernen durften.